Wien/Zürich. Mit einer "doppelgleisigen" Strategie will die Umweltorganisation Greenpeace für eine biologische Landwirtschaft als Mittel gegen das Bienensterben werben. So besteht das am Mittwoch in Zürich vorgestellte Projekt "Plan Bee - Leben ohne Pestizide" einerseits aus einem 92-seitigen, wissenschaftlich basierten Report, andererseits aus 18 Kurzfilmen.

"Ökologische Vielfalt statt Pestizid-Einfalt", fordert Greenpeace-Landwirtschaftssprecherin Huem Otero. Das Projekt zeige, dass mit "biologischer Landwirtschaft gesunde Lebensmittel produziert und unsere Bienen dauerhaft geschützt werden können", hieß es in einer Stellungnahme.

Eine flächendeckende Umsetzung der ökologischen Landwirtschaft brauche jedoch finanzielle und politische Unterstützung. Der visuelle Teil von "Plan Bee" zeigt indes, dass die ökologische Variante in der Praxis funktioniere. Hier kamen etwa Weinbauern, Obst- oder Gemüseproduzenten aus Ländern wie Frankreich, Polen oder Deutschland zu Wort. Sie zeigen jeweils Alternativen zu Pestiziden und Monokulturen auf. "Was dringend nötig ist, ist ein Verbot aller Bienenkiller-Pestizide, Förderungen für Forschung und Beratung von Bäuerinnen und Bauern zur ökologischen Landwirtschaft", so Otero.

Die Kurzfilmpalette wird laut Greenpeace Österreich noch bis Ende des Sommers laufend erweitert, Beiträge aus Österreich werden dabei auch folgen.