Kiew. Die EU-Kommission hat Kritik von Russlands Präsident Wladimir Putin an Untätigkeit der Europäischen Union angesichts der von Moskau angedrohten Einstellungen der Gaslieferungen an die Ukraine zurückgewiesen. "Diese Kritik ist unbegründet", sagte eine Sprecherin von EU-Kommissionspräsident Jose Manuel Barroso am Freitag in Brüssel.

Putin hatte in einem Brief an mehrere EU-Regierungschefs bemängelt, er habe nach einem vorherigen Schreiben keine konkreten Vorschläge der europäischen Staaten zur Lösung des Problems erhalten. Die EU müsse sich aktiver für eine Stabilisierung der ukrainischen Wirtschaft einbringen. Angesichts von Energieschulden in Höhe von 2,6 Milliarden Euro werde Russland die Lieferungen am 3. Juni einstellen.

Die Sprecherin sagte, die Kommission arbeite an einer Antwort auf Putins Brief und koordiniere diese mit den EU-Regierungen. Trilaterale Gespräche zwischen Russland, der Ukraine und der EU liefen. Ein weiteres Treffen sei für den 26. Mai in Aussicht genommen. Bei einem Treffen der Minister vom 2. Mai in Warschau sei von allen Seiten erklärt worden, dass die Gaslieferungen bis zum Ende der Verhandlungen nicht gestoppt werden. Die EU erwarte von allen Beteiligten, dass sie "weiterhin verlässlich bleiben".