Luxemburg/London. Der britische Außenminister William Hague hat Russlands Präsident Wladimir Putin vor neuen Strafmaßnahmen in der Ukraine-Krise gewarnt. "Putin sollte nicht daran zweifeln, dass die EU bereit für Sanktionen ist", sagte Hague am Montag vor einem Treffen der EU-Außenminister in Luxemburg. Die Vorbereitungen dafür seien getroffen worden.

Die USA hatten zuvor neue Sanktionen beschlossen. Die nächste Stufe der EU-Strafmaßnahmen könnte Ein- und Ausfuhrverbote gegen ganze Sektoren der russischen Wirtschaft umfassen, etwa den Waffenhandel mit Russland. Hague forderte Russland auf, den Schmuggel von Waffen über die russische Grenze zu unterbinden und die prorussischen Separatisten in der Ostukraine nicht weiter zu "ermutigen". Die Entscheidung über Sanktionen liege bei den Staats-und Regierungschefs bei ihrem Treffen am Freitag. Bis dahin könne Moskau noch einlenken.

Umsetzung des Friedensplanes
Der ukrainische Außenminister Pawel Klimkin forderte bei seinem Eintreffen in Luxemburg Russland zur Umsetzung des Friedensplans von Präsident Petro Poroschenko auf. Der 15-Punkte-Friedensplan des ukrainischen Staatschefs sieht unter anderem vor, dass die Aufständischen die Waffen niederlegen und besetzte Gebäude räumen. Zudem müssten Gefangene und Geiseln freigelassen werden, darunter seit Wochen festgehaltene Beobachter der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE). Am Freitag läuft die einwöchige Feuerpause zwischen der Regierung und den Aufständischen aus, die vergangene Woche vereinbart wurde.