Brüssel. Österreich hat auch 2013/14 seine zulässige Quote für die Produktion von Milch um 3,2 Prozent überschritten - der dritthöchste Wert aller EU-Staaten. Österreichs Bauern müssen dafür nun 25,618 Mio. Euro Strafe zahlen. Mit der Quotenüberschreitung steht Österreich nicht alleine da: Sieben weitere EU-Staaten haben laut einem Bericht der EU-Kommission von Freitag mehr produziert als vereinbart.

Die acht Milchsünder haben ihre Lieferquoten um insgesamt 1,469.000 Tonnen überschritten, wovon 92.051 Tonnen auf Österreich entfallen. In Summe müssen die Länder - neben Österreich auch die Niederlande (4 Prozent zu viel), Zypern (3,6 Prozent), Dänemark (2,1 Prozent), Deutschland (1,9 Prozent), Polen (1,7 Prozent), Luxemburg (1,0 Prozent) und Irland (0,6 Prozent) - nun Strafzahlungen in Höhe von 409 Mio. Euro leisten.

Milchquotenregelung wird abgeschafft

Am härtesten trifft es Deutschland, das 163,9 Mio. Euro der Pönale aufbringen muss, gefolgt von den Niederlanden, die 132,1 Mio. Euro zahlen müssen und Polen, wo 46,5 Mio. Euro schlagend werden. Dänemark trifft es mit 28,2 Mio. Euro ähnlich hoch wie Österreich.

Insgesamt blieben, trotz der Überlieferung aus den genannten Staaten, die EU-Lieferungen um 4,6 Prozent unter der erlaubten Quote - nachdem man 2012/13 noch um 6 Prozent darunter gelegen war. So unterschritten ganze 14 Staaten ihre Quote sogar um mehr als 10 Prozent.

Die in den 1980ern eingeführte Milchquotenregelung wird am 1. April 2015 abgeschafft. Um einen reibungslosen Übergang zu gewährleisten, wurde beim GAP-Gesundheitscheck 2008 vereinbart, die Quoten bis zum Quotenjahr 2013/14 schrittweise anzuheben (um jährlich 1 Prozent).