Moskau. Russland hat Gespräche über ein neues Rüstungskontrollabkommen für Europa angeboten. Dieses müsse die "neuen Realitäten" sowie die "Interessen der Russischen Föderation" berücksichtigen, sagte der zuständige Direktor im russischen Außenministerium, Michail Uljanow, am Mittwoch der Nachrichtenagentur Interfax.

Am Vortag hatte die Regierung in Moskau ihren vollständigen Ausstieg aus dem Vertrag über Konventionelle Streitkräfte in Europa (KSE) bekannt gegeben. Russland setzte die seit 1990 geltenden KSE-Vertragsinhalte bereits seit 2007 nicht mehr um und begründet dies mit veränderten Sicherheitsinteressen.

Die Beziehungen zwischen Russland und dem Westen befinden sich auf einem Tiefpunkt. Grund dafür sind der Ukraine-Konflikt und die damit verbundenen Sanktionen gegen Russland. Westliche Staaten werfen der Regierung in Moskau vor, prorussische Separatisten im Osten der Ukraine militärisch zu unterstützen. Russland weist dies zurück.