Die deutschen Grünen haben bei ihrer Forderung nach der Freigabe von Cannabis Unterstützung von einem CDU-Politiker bekommen. Joachim Pfeiffer, der wirtschaftspolitische Sprecher der Union im Bundestag, sprach sich für eine Legalisierung aus: "Nur ein regulierter Markt für Cannabis kann organisierte Kriminalität wirksam bekämpfen", heißt es in der gemeinsamen Stellungnahme mit dem  grünen Abgeordneten Dieter Janecek. Die CDU/CSU-Fraktion beeilte sich, die Stellungnahme als Pfeiffers Privatmeinung zu punzieren. Die Union sei weiter strikt gegen die Freigabe.

In ihrem Papier bezweifeln Pfeiffer und Janecek, dass eine Kriminalisierung von Besitz und Erwerb von Cannabis-Produkten weiter sinnvoll ist: "Zwischen ein und zwei Milliarden Euro geben wir in der Folge pro Jahr für die Strafverfolgung von Konsumenten aus, obwohl doch der eigentliche kriminelle Sektor im Zentrum unserer Anstrengungen stehen sollte." Ein staatlich regulierter Markt für Cannabis könnte hingegen dem Schwarzmarkt den Boden entziehen Steuereinnahmen von bis zu zwei Milliarden Euro pro Jahr generieren.

Der Parteivorsitzende der Grünen, Cem Özdemir, und die Fraktionschefin Katrin Göring-Eckardt freuten sich auf Twitter über den unerwarteten Verbündeten.