Bei den Parlamentswahlen in Kroatien liegen das von den Sozialdemokraten (SDP) geführte regierenden Wahlbündnis Kroatien wächst und die oppositionellen Patriotische Koalition mit der nationalkonservativen HDZ (Kroatische Demokratische Gemeinschaft) an der Spitze nach ersten Berichten gleichauf.
Laut ersten vorläufigen Ergebnissen können beide Bündnisse mit jeweils rund 56 Mandaten im 151 Abgeordnete umfassenden Parlament rechnen.
Die Entscheidung über die Regierung dürfte damit bei der erstmals angetretene Partei Most liegeb, die Nachwahlbefragungen zufolge mit 17 bis 18 Abgeordneten rechnen darf. Als drittstärkste Kraft könnte sich die Gruppierung von Bozo Petrov den Partner aussuchen. Allerdings hat Petrov Koalitionen mit den beiden Großparteien SDP und HDZ gleichermaßen ausgeschlossen, weil sie "reformunfähig" seien. 
Der Präsident der staatlichen Wahlkommission, Branko Hrvatin, begründete das lange Warten auf offizielle Daten mit einem komplizierten Zählverfahren. Selbst die Wahlbeteiligung blieb zunächst unbekannt. Dabei waren schätzungsweise nur gut zwei Millionen Stimmzettel auszuzählen.