Ein schöner Blick auf Tallinn im Winter. Nur in Estland sind die EU-Lohnunterschiede zwischen Frau und Mann schlechter als in Österreich. - © Flickr, mariusz kluzniak https://creativecommons.org/licenses/by/3.0/at/deed.de
Ein schöner Blick auf Tallinn im Winter. Nur in Estland sind die EU-Lohnunterschiede zwischen Frau und Mann schlechter als in Österreich. - © Flickr, mariusz kluzniak https://creativecommons.org/licenses/by/3.0/at/deed.de

Wien. Während die Hauptstadt erneut im Mercer-Ranking zur lebenswertesten Stadt der Welt gekürt wurde, wird Österreich auf einen unrühmlichen vorletzten Platz verwiesen: Nur in Estland ist die Lohnschere zwischen Frauen und Männern noch größer. Laut den am Freitag veröffentlichten Daten von Eurostat schließt sich der Gender Pay Gap hierzulande zwar kontinuierlich, aber nur ganz langsam und betrug 2014 22,9 Prozent. Der EU-Durchschnitt belief sich auf 16,1 Prozent.

Schlusslicht im Europavergleich ist wie in den vergangenen Jahren Estland, wo sich der Unterschied auf 28,3 Prozent belief. Danach kommt bereits Österreich mit 22,9 Prozent - das ist ein minimal besserer Wert als im Jahr davor mit 23 Prozent. Über 20 Prozent Differenz gibt es darüber hinaus in Tschechien (22,1 Prozent), Deutschland (21,6 Prozent) und der Slowakei (21,1 Prozent).

Slowenien und Malta vorne 

Positive Spitzenreiter sind hingegen Slowenien (2,9 Prozent) und Malta (4,5 Prozent), wo es die größte Lohngerechtigkeit gibt. Auch in Italien ist der Wert mit 6,5 Prozent vergleichsweise niedrig.

Die jüngsten Daten zum Jahr 2014 wurden von Eurostat am Freitag online veröffentlicht, bei manchen davon handelt es sich um vorläufige Zahlen. Vom krisengeschüttelten Griechenland wurden außerdem seit 2010 keine Daten mehr eingemeldet. Auch aus Irland gibt es keine Werte für die Jahre 2013 und 2014. Verglichen wird der durchschnittliche Bruttostundenverdienst von Frauen und Männern in der Privatwirtschaft.