Brüssel. Der französische Präsident Francois Hollande hat dem belgischen Volk seine Solidarität erklärt. "Durch die Anschläge von Brüssel ist ganz Europa getroffen", teilte der Staatschef am Dienstag mit. Deshalb sei es nötig, dass Europa "die notwendigen Vorkehrungen gegenüber der Schwere der Bedrohung" ergreife. Frankreich werde den Kampf gegen Terrorismus unerbittlich fortsetzen.

Zuvor hatte Innenminister Bernard Cazeneuve erneut eine engere europäische Zusammenarbeit im Kampf gegen den Terrorismus verlangt. Er wiederholte Forderungen nach einer baldigen Beratung der umstrittenen Speicherung und Auswertung von Fluggastdaten im EU-Parlament sowie nach einem besseren Austausch von Informationen zwischen den Sicherheitsbehörden der Mitgliedstaaten.

Anschläge verurteilt

Der französische Premier Manuel Valls drückte den Opfern sein Mitgefühl aus und sprach erneut von "Kriegsakten". "Ich möchte meine Solidarität gegenüber der belgischen Regierung, unseren belgischen Freunden ausdrücken, die heute Morgen in Brüssel offenkundig von mehreren Anschlägen getroffen wurden", sagte er am Dienstag nach einem Treffen bei Präsident Hollande. "Wir sind im Krieg. Wir erleiden in Europa seit mehreren Monaten Kriegsakte." Frankreichs Regierung hatte nach den Pariser Anschlägen vom 13. November 2015 immer wieder von einem Krieg gegen die Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) gesprochen.

Auch der niederländische Ministerpräsident Mark Rutte verurteilte die Anschläge in Brüssel aufs Schärfste. "Dies ist vorsätzlicher Mord", sagte Rutte in einer Erklärung am Dienstag in Den Haag. "Brüssel ist bis ins Mark getroffen, Belgien ist bis ins Mark getroffen, Europa ist bis ins Mark getroffen." Die Niederlande haben zur Zeit die EU-Ratspräsidentschaft und halten nach Angaben von Rutte engen Kontakt zur EU-Kommission in Brüssel.

Der niederländische König Willem-Alexander sprach dem belgischen König Philippe sein Mitgefühl aus. "Die Niederlande fühlen intensiv mit den Menschen, die davon betroffen sind, und den Bürgern von Brüssel, die jetzt in Unsicherheit und Angst leben", heißt es in einer am Dienstag in Den Haag veröffentlichten Erklärung des Königs.

Willem-Alexander sprach von einer "erneuten schweren Prüfung für Europa": "Jetzt müssen wir unsere gemeinsame Kraft beweisen und die Werte von Freiheit und Solidarität hoch halten."