Metz. Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel hat gelassen auf den Ausgang der Volksbefragung in den Niederlanden über das EU-Assoziierungsabkommen mit der Ukraine reagiert. Wie schon bei anderen schwierigen Themen werde auch in diesem Fall "eine Bewältigung möglich sein, das überlassen wir aber den Niederlanden und den europäischen Institutionen", sagte Merkel am Donnerstag im französischen Metz.

Sie habe bereits mit dem niederländischen Ministerpräsidenten Mark Rutte telefoniert. "Die Niederländer werden eine Antwort finden, auf diese sollten wir warten", sagte Merkel.

Die Niederländer hatten am Mittwoch über das EU-Ukraine-Assoziierungsabkommen abgestimmt. 61 Prozent votierten nach vorläufigen Angaben mit Nein und brachten damit ihren allgemeinen EU-Verdruss deutlich zum Ausdruck. Das Referendum ist rechtlich nicht bindend, dennoch bringt es die Regierung in Den Haag in Schwierigkeiten.