Brüssel. Mit Stichtag 1. Jänner 2016 ist die EU-Bevölkerung auf geschätzte 510,1 Millionen angewachsen, gegenüber 508,3 vor einem Jahr. Die Zunahme ist laut Eurostat ausschließlich auf die Zuwanderung zurückzuführen, da 2015 nur 5,1 Millionen Kinder geboren wurden, während über 5,2 Millionen Menschen starben. Damit hatte die EU erstmals eine negative natürliche Bevölkerungsveränderung zu verzeichnen.

Laut den am Freitag veröffentlichten Zahlen nahm die Bevölkerung in siebzehn EU-Mitgliedstaaten zu und ging in elf zurück. Der höchste Zuwachs wurde in Luxemburg verzeichnet (plus 23,3 je 1.000 Einwohner), gefolgt von Österreich (14,4 Promille), Deutschland (11,8 Promille), Malta (11,7 Promille), Schweden (10,6 Promille), Dänemark (8,4 Promille) und Belgien (7,2 Promille). Die stärksten Rückgänge wurden hingegen in Litauen (minus 11,3 Promille), Lettland (8,7 Promille) und Kroatien (8,2 Promille) registriert, gefolgt von Bulgarien (6,7 Promille), Griechenland (6,0 Promille) und Rumänien (5,6 Promille).

Insgesamt nahm die EU-Bevölkerung im Verlauf des Jahres 2015 durch die Migration von Flüchtlingen um fast zwei Millionen Menschen (plus 3,5 Promille) zu. Allerdings wurden um 40.000 weniger Kinder geboren als 2014. Betrachtet man die einzelnen Mitgliedstaaten, wurden die höchsten Bruttogeburtenziffern in Irland (14,2 je 1.000 Einwohner), Frankreich (12,0 Promille), Großbritannien (11,9 Promille) und Schweden (11,7 Promille) registriert, während sie in Italien (8,0 Promille), Portugal (8,3 Promille) und Griechenland (8,5 Promille) am niedrigsten waren.