In der U-Bahn von St. Petersburg ereignete sich am Montag um 14:30 Uhr Ortszeit ein Anschlag, der zumindest zehn Todesopfer forderte. An die 50 Personen wurden verletzt  Unter ihnen befinden sich Kinder, die von der Schule nach hause fuhren..

Ausgelöst wurde die Explosion in einem Waggon zwischen den Stationen Sennaja Ploschtschad und Technologitscheskij Institut. von einem Sprengsatz in einem Aktenkoffer, der wie eine Splittergranate Die. Sprengkraft wurde mit 200 bis 300 Gramm Dynamit angegeben.

In der Folge kam es zu starker Rauchentwicklung in der Station Sennaja Ploschtschad. Berichten zufolge mussten viele Passagiere über die Fenster evakuiert werden, da die Türen nicht mehr funktionierten.

Zum Zeitpunkt der Explosion hielten sich auch der russische Präsident Wladimir Putin und sein weißrussischer Kollege Alexander Lukaschenko in der Stadt auf.

Ein weiterer Sprengsatz konnte in der in der Station Ploschtschad Wosstanija entschärft werden. Die Bombe enthielt ein Kilo TNT und war in einem Feuerlöscher versteckt. Am späteren Nachmittag veröffentlichte die Petersburger Polizei ein Fahndungsfoto, das einen bärtigen Mann mit schwarzem Hut zeigt.

Frage nach den Hinterleuten

Das Attentat erinnert an die Anschläge tschetschenischer Separatisten in der U-Bahn von Moskau im Jahr 2010. Damas sprengten sich zwei Selbstmordattentäterinnen mit 38 Menschen in die Luft.

Allerdings hat sich bislang niemand zu dem Verbrechen bekannt.

Solidarität in Petersburg und Europa

Die U-Bahn hat den Betrieb eingestellt, sämtliche Metrostationen wurden geschlossen. Die Züge sollen erst am Dienstag wieder fahren. Unterdessen organisieren sich die Petersburger über soziale Netzwerke: Zahlreiche Autofahrer bieten kostenlose Mitfahrtangelegenheiten an.

Die Stadtverwaltung hat drei Tage offizieller Trauer angeordnet.

Mehrere europäische Sptzenpolitiker haben Russland ihr Mitgefühl ausgesprochen, darunter die EU-Außenbeauftragte Federica Mogherini, Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg und der deutsche Außenminister Sigmar Gabriel