Der russische Präsident bestreitet jegliche Aktivitäten im Zusammenhang mit dem US-Wahlkampf. Nun wurde ein mutmaßlicher Hacker aus Russland in Spanien dingfest gemacht. - © Flickr, Brian Klug
Der russische Präsident bestreitet jegliche Aktivitäten im Zusammenhang mit dem US-Wahlkampf. Nun wurde ein mutmaßlicher Hacker aus Russland in Spanien dingfest gemacht. - © Flickr, Brian Klug

Madrid. Ein russischer Informatiker ist nach Angaben seiner Ehefrau wegen seiner mutmaßlichen Beteiligung an einer Cyber-Kampagne zur Beeinflussung des US-Präsidentschaftswahlkampfs in Spanien festgenommen worden. Piotr Lewatschow wurde am Freitag am Flughafen in Barcelona aufgrund einer "internationalen Beschwerde" in Gewahrsam genommen, wie ein Polizeisprecher am Sonntag mitteilte.

Seine Ehefrau Maria Lewatschow sagte dem russischen Sender Russia Today, ihr Mann sei "im Zusammenhang mit Cyberkriminalität auf Verlangen der US-Behörden" festgenommen worden. Die Ermittler hätten ihr gesagt, dass ein "Virus, der anscheinend von meinem Mann erstellt wurde", in Verbindung stehe mit dem Wahlsieg des heutigen US-Präsidenten Donald Trump. Weder die spanische Polizei noch das russische Konsulat konnten diese Angaben bestätigen.

Die US-Geheimdienste werfen Russland vor, die US-Präsidentschaftswahl im November durch Hackerangriffe zugunsten von Trump zu beeinflusst zu haben. Moskau weist die Anschuldigungen zurück. Mitte Jänner war bereits ein weiterer von den USA gesuchter Informatiker in Barcelona festgenommen worden.