Wien. Die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) hat Russland aufgefordert, Homosexuelle in der Teilrepublik Tschetschenien besser vor Verfolgung zu schützen. Anlass sind Berichte über die Entführung und Folter homosexueller Männer mit teils tödlichen Folgen.

"Die russischen Behörden müssen den schrecklichen Berichten nachgehen und die Schuldigen ermitteln und bestrafen", forderte der Direktor des OSZE-Büros für demokratische Institutionen und Menschenrechte (ODIHR), Michael Link. Angesichts des augenscheinlichen Unwillens der lokalen Behörden, irgendetwas zu tun, sei es angebracht, dass Russland selbst einschreite und die Betroffenen schütze, so Link. Auch die EU hatte Russland zur Aufklärung dieser Berichte aufgefordert.