Paris. Die mit Spannung erwartete französische Präsidentschaftswahl hat in den Überseegebieten bereits am Samstag begonnen. Die Bürger der Inselgruppe Saint-Pierre und Miquelon vor der Ostküste Kanadas waren die ersten der knapp 47 Millionen stimmberechtigten Franzosen, die wählen konnten.

Nach Saint-Pierre und Miquelon war Französisch-Guyana in Südamerika an der Reihe, außerdem die französischen Inseln in der Karibik wie Guadeloupe und Martinique sowie im Südpazifik. Auf den Inseln La Reunion und Mayotte im Indischen Ozean werden die Wähler wie in Frankreich selbst ab Sonntagmorgen zu den Urnen gerufen.

Mit dem frühen Beginn der Abstimmung in den Überseegebieten soll verhindert werden, dass die knapp eine Million dort lebenden Stimmberechtigten erst dann wählen, wenn die Ergebnisse im Kernland bereits feststehen. Ihre Ergebnisse werden aber genauso wie die Ergebnisse in Frankreich erst am Sonntag nach der Schließung der letzten Wahllokale bekannt gegeben. Diese erfolgt um 20.00 Uhr, danach werden erste Hochrechnungen erwartet.

Die Veröffentlichung von Ergebnissen vor 20 Uhr ist in Frankreich verboten, die Frist wurde in den vergangenen Jahren allerdings immer wieder durchbrochen.