In Informationsministeriumskreisen heißt es, dass die Ukraine dieses Match so und so nicht gewinnen hätte können: Das Akzeptieren der Einreise Samoilowas wäre von Russland als Schwäche der Ukraine gesehen worden. Das Einreiseverbot werde nun von russischer Seite als Diskriminierung einer im Rollstuhl sitzenden Sängerin ausgeschlachtet. "Wir können mit Russlands Propagandamaschinerie nur schwer mithalten. Russland koordiniert seine Propagandabotschaften, in einer Gesellschaft wie der ukrainischen gibt es aber stets Diskussionen. Wir sprechen nicht nur mit einer Stimme", sagt Vizeinformationsministerin Dzhaparova.

Im Konferenzzentrum in Kiew, rund 20 Autominuten östlich vom Stadtzentrum ist alles bereit für die große Show: Produzent Christer Björkman sagt im Gespräch mit der "Wiener Zeitung": "Ich fühle mit jedem Künstler mit, der nicht teilnehmen kann. Aber so etwas ist auch schon in der Vergangenheit passiert und wird wohl auch in Zukunft wieder passieren. Woran ich glaube: Der Song Contest sollte eine Plattform sein, wo wir uns alle treffen können - trotz politischer Differenzen."