Wien. (temp) 60 Jahre Römische Verträge und 30 Jahre das EU-Förderprogramm Erasmus Plus für eine Ausbildung im Ausland: Am diesjährigen Europatag heute, am 9. Mai, hat die Europäische Union gleich mehrere Jubiläen zu feiern.

Bereits am Samstag ist der Veranstaltungsreigen (www.europainfo.at) zum Europatag in Österreich mit der "Route 28"gestartet. Dabei konnte man sich symbolisch mitten in Wien auf Europareise begeben. Unterschiedliche Stationen repräsentierten europäische Länder. Gestern Abend stellten sich EU-Kommissar Johannes Hahn und Familienministerin Sophie Karmasin in den Sofiensälen den Fragen der Bürger. Im Fokus dieses "EU-Bürgerdialogs" stand die Frage, was die EU für Jugendliche tut.

Heute, am eigentlichen Europatag, sind im Haus der Europäischen Union in Wien zahlreiche Veranstaltungen geplant, darunter die Festveranstaltung "#ZukunftEU". Bei dieser diskutieren unter anderen Verkehrsminister Jörg Leichtfried und Ulrike Lunacek, Vizepräsidentin des Europäischen Parlaments. Die Zukunftsfrage der EU soll dabei im Licht des Zulaufs EU-feindlicher Strömungen beleuchtet werden. Zudem laden Wissenschaftsminister Reinhold Mitterlehner, Bildungsministerin Sonja Hammerschmid und Familienministerin Karmasin zum Jubiläum des Erasmus-Plus-Programms mit EU-Kommissar Hahn erneut in die Sofiensäle.

Am Freitag wird es die letzte Veranstaltung in Wien geben: Im Haus der Europäischen Union findet das Symposium "Europa: Der Mensch im Zentrum" zur aktiven Gestaltung Europas statt. Aktuell sind in Wien auch alle Straßenbahnen mit der EU-Flagge unterwegs. Wer ein Foto von dieser per Facebook Nachricht an Vertretung der Europäischen Kommission in Österreich schickt, nimmt an einem Gewinnspiel teil.

In Rom haben 27 EU-Mitgliedstaaten - Großbritannien fehlte wegen des angekündigten Ausstiegs - bereits vor wenigen Wochen die Gründung des Staatenbundes vor 60 Jahren zelebriert und erneut eine Erklärung von Rom verabschiedet. In mehreren Städten demonstrierten Tausende für ein vereintes Europa und gedachten des 25. März 1957, als die Römischen Verträge von sechs Ländern unterzeichnet worden waren. Bereits am 9. Mai 1950 hatte die Geschichte der EU mit der Erklärung des französischen Außenministers Robert Schuman über eine Schaffung einer Europäischen Gemeinschaft für Kohle und Stahl ihren Ausgang genommen.