Brüssel. Seit dem heutigen Dienstag ist Kroatien Mitglied des Schengen Informationssystems (SIS), der Informationsplattform für das europaweite Grenzmanagement. Für Reisende aus Österreich nach Kroatien bedeute dies, dass sich die Wartezeiten an der slowenisch-kroatischen Grenze deutlich verringern würden, erklärte die EU-Kommission.

Nachdem dann sowohl Slowenien als auch Kroatien Teil des Schengen-Informationssystems sind, müssen die Datenbanken nicht mehr an beiden Seiten der Grenze gecheckt werden. Zudem könnten durch SIS Informationen zu Verbrechen und Terrorismus, aber auch zu vermissten Personen, gestohlenen Fahrzeugen und Waffen sowie Identitätspapieren schneller übermittelt werden, erklärte die EU-Kommission.

Informationspflicht bei Terrorgefahr

Kroatien ist damit noch nicht Mitglied des grenzkontrollfreien Schengenraumes. Ihm gehören 22 EU-Staaten, darunter Österreich, sowie Norwegen, Liechtenstein, Island und die Schweiz an.

Seit diesem Jahr arbeitet das Schengen Informationssystem nach Angaben der EU-Kommission noch effektiver. Die Sicherheit und Zugänglichkeit wurden demnach verbessert, und neue Alarmkategorien wurden geschaffen. Für die EU-Staaten besteht eine Informationspflicht bei terroristischer Gefahr, damit die Mitgliedsstaaten noch schneller reagieren können.