Rom. Der Fünf-Sterne-Spitzenpolitiker Roberto Fico ist der neue Präsident der italienischen Abgeordnetenkammer. Er setzte sich im vierten Wahlgang am Samstag durch. Im Senat läuft noch die Wahl des Senatspräsidenten. Hier dürfte sich die Mitte-Rechts-Kandidatin Maria Elisabetta Casellati durchsetzen.

Auf die Kandidatur von Fico und Casellati hatten sich die Mitte-Rechts-Allianz um Ex-Premier Silvio Berlusconi und die Fünf-Sterne-Bewegung am Samstag geeinigt. Knapp drei Wochen nach dem Patt bei den italienischen Wahlen war das neu gewählte Parlament in Rom am Freitag erstmals zusammengetreten. Damit hat offiziell die 18. Legislaturperiode in der republikanischen Geschichte des Landes begonnen.

Die Einigung zwischen der Mitte-Rechts-Koalition um Berlusconi und der populistischen Fünf-Sterne-Bewegung um die Wahl der Parlamentspräsidenten in Rom gilt als wesentlicher Schritt zur Bewältigung der Pattsituation nach den Parlamentswahlen am 4. März. Das Abkommen gilt als wesentlicher Schritt für den Beginn von Regierungsverhandlungen in Rom.