Mehmet Turgut ist das fünfte NSU-Mordopfer. Er starb am 25. Februar 2004 durch drei Kopfschüsse vor einem Dönerimbiss in Rostock. Der 25 Jahre alte Turgut war erst kurz vorher aus Hamburg nach Rostock gekommen und wollte am Tattag spontan als Aushilfe in dem Imbiss seines Freunds arbeiten.

Ismail Yasar wurde am 9. Juni 2005 in seinem Nürnberger Dönerimbiss erschossen. Er wurde 50 Jahre alt und stammte wie acht der Opfer aus der Türkei. Nach diesem sechsten Mordfall sprach die Polizei fälschlicherweise offen davon, die bisherigen sechs Opfer könnten "in Verbindung mit türkischen Drogenhändlern aus den Niederlanden" stehen.

Theodoros Boulgarides starb am 15. Juni 2005 im Laden seines Schlüsseldiensts in München. Er ist das einzige Opfer mit griechischen Wurzeln.

Mehmet Kubasik wurde am 4. April 2006 in seinem Kiosk in Dortmund erschossen. Kubasik wurde 39 Jahre alt, der Deutschtürke hinterließ Frau und drei Kinder.

Halit Yozgat wurde zwei Tage später mit zwei Kopfschüssen in einem von ihm betriebenen Internetcafé getötet. Während der Tatzeit befand sich ein Mitarbeiter des hessischen Verfassungsschutzes in dem Internetcafé - dieser bestreitet, etwas von der Tat durch Mundlos und Böhnhardt mitbekommen zu haben.

Michele Kiesewetter starb am 25. April 2007 durch einen Kopfschuss auf einem Parkplatz in Heilbronn. Die 22 Jahre alte Polizistin machte dort zusammen mit einem Kollegen eine Pause. Dieser erlitt ebenfalls einen Kopfschuss, überlebte aber. In diesem Fall gibt es keinen fremdenfeindlichen Hintergrund, das Tatmotiv war Waffenbeschaffung. Mundlos und Böhnhardt stahlen die Waffen der beiden Polizisten.