Stockholm. Schwedens Sozialdemokraten wollen nach dem Patt bei der Wahl eine Regierung bilden, die über die traditionellen Blockgrenzen hinausgeht. "Mit welchen Parteien wir sprechen, werden wir versuchen, für uns zu behalten", kündigte Fraktionschef Anders Ygeman am Montag an.

Klar sei, dass die Sozialdemokraten als größte Partei das Recht für sich beanspruchten, den Ministerpräsidenten zu stellen. "Das ist der natürliche Ausgangspunkt für die Diskussion", sagte Ygeman.

Keine Zusammenarbeit mit den Schwedendemokraten

Die Auflösung der alten Blockgrenzen wird voraussichtlich nötig sein, wenn die traditionellen Parteien nicht mit den starken Rechtspopulisten zusammenarbeiten wollen. Weder der rot-grüne, noch der liberal-konservative Block kann nach dem vorläufigen Wahlergebnis allein tragfähig regieren.

Eine Zusammenarbeit mit den einwanderungsfeindlichen Schwedendemokraten werde es nicht geben, betonte Ygeman erneut. Er könne sich aber auch nicht vorstellen, eine mögliche liberal-konservative Minderheitsregierung zu dulden. "Ich will heute keine Regierungsalternative ausschließen", sagte der ehemalige Innenminister. "Aber dass wir Unterstützungspartei für eine bürgerliche Regierung sein sollen, halte ich für völlig ausgeschlossen."