Wien. Ab Jänner 2020 werden E-Cards nur noch mit Fotos ausgegeben. Das hat die Regierung gesetzlich verordnet. Damit soll die blassgrüne Scheckkarte sicherer gegen Missbrauch werden und verhindern. Dass es diesen in großem Stil gegeben hätte, verneint Hauptverbands-Chef Alexander Biach allerdings. Die ersten der neuen E-Cards sollen ab Herbst 2019 verschickt werden.

Das Foto des Inhabers ist in Schwarz-Weiß und in der identen Größe gehalten wie auf einem Führerschein oder Personalausweis. Die allermeisten Österreicher werden kein neues Bild für die E-Card besorgen müssen. Der Sozialversicherung wurde gesetzlich gestattet, auf die Archive der Reisepässe, Personalausweise und Scheckkarten-Führerscheine zuzugreifen.

Spezielles Druckverfahren

Von den 8,8 Millionen E-Card-Inhabern bleiben aber noch etwa 1,6 Millionen Personen übrig, von denen kein Foto in den Datenbanken vorhanden ist. Das betrifft vor allem EU-Ausländer, die in Österreich arbeiten. Sie können etwa eine Bürgerkarte auf EU-Ebene beantragen oder einen österreichischen Führerschein, um sich das Erbringen eines geeigneten Fotos zu ersparen. Tun sie das nicht, werden sie ein Bild besorgen müssen. Wie genau EU-Ausländer zu ihrer E-Card kommen, also welche Voraussetzungen dafür erfüllt werden müssen, werde gerade mit den zuständigen Ministerien beraten, so Hauptverbands-Chef Biach am Montag. Kinder unter 14 Jahren erhalten weiterhin eine E-Card ohne Foto, da sich das Gesicht noch verändern könne.

Eine weitere Sicherheitsmaßnahme für die E-Card wird auch ein spezielles Effektdruckverfahren mit Farbverlauf, genannt Irisdruck, sein, das laut Christoph Paul, dem Sales-Director der zuständigen Firma Austria Card, "auf einfachem Weg nicht zu kopieren ist".