Linz/Wien. Die Wirtschaftsuniversität (WU) erhält in der kommenden Leistungsvereinbarungsperiode 2019 bis 2021 ein Budgetplus von 17 Prozent. Damit werden 30 neue Professuren bzw. äquivalente Stellen geschaffen. Neue Aufnahmeverfahren gibt es für das Fach Wirtschaftsrecht (870 Plätze), die Anfängerzahl in den Wirtschafts-und Sozialwissenschaften sinkt um 20 Prozent auf 2.943.

"Unsere beiden wesentlichen Punkte in den Verhandlungen mit dem Ministerium waren: Wie erzielen wir eine Steigerung, die sich auch in einer Verbesserung der Betreuungsrelationen niederschlägt? Und wie können die Anfängerzahlen näher an die Realität herangeführt werden", so WU-Rektorin Edeltraud Hanappi-Egger. Mit einem Budgetzuwachs von 363 auf 424 Mio. Euro habe man die im Vorhinein festgelegte prozentuelle Höchstgrenze erreicht.

WU mit Sonderrolle

Die WU spiele als Spezialuni dabei eine Sonderrolle: "Unsere Studien fallen zu 100 Prozent in die Fächergruppe eins ("Buchwissenschaften", Anm.)", so Hanappi-Egger. Dort gibt es pro prüfungsaktivem Studenten am wenigsten Mittel. Das zusätzliche Geld werde daher in alle Bereiche fließen, besonderen Bedarf gebe es z.B. in der Betriebswirtschaft, der Volkswirtschaft und im Wirtschaftsrecht.

Im Wirtschaftsrecht wird es 2019 auch erstmals ein Aufnahmeverfahren geben. Insgesamt dürfen dann 870 Personen das Studium beginnen. "Das ist immer noch eine hohe Zahl. Absolut gesprochen hatten wir im Studienjahr 2017/18 685 Prüfungsaktive. Das heißt, es gibt noch immer einen großen Puffer", betonte die Rektorin. In den Wirtschafts- und Sozialwissenschaften sinkt die Zahl der Anfängerplätze um 20 Prozent von 3.674 auf 2.943. "Unser Ziel war auch hier, die formale Zahl der Studienplätze an die realen Verhältnisse anzupassen."

In den kommenden Monaten müsse man nun damit beginnen, die ersten Erfahrungen mit den Effekten der neuen Uni-Finanzierung zu analysieren. "Das ist ja eine massive Systemänderung", so Hanappi-Egger. Die gesamte Umstellung wird sich über mindestens drei Leistungsvereinbarungsperioden ziehen. Außerdem müsse man den nun anstehenden Personalaufbau auch langfristig absichern. Dafür brauche man nicht zuletzt auch zusätzlichen Raum, wo etwa Büros für die neuen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter untergebracht werden können.

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