Wien/Linz. Das zweite Mal innerhalb von drei Jahren hat der oberösterreichische ÖVP-Jungfunktionär Gerhard Weilbuchner seinen Führerschein wegen Alkohol am Steuer weg. Sein Landtagsmandat wird er zurücklegen, teilte Landeshauptmann Thomas Stelzer am Samstag in einer Presseaussendung mit. Ende November sei der 28-Jährige mit zwei Promille hinter dem Steuer von der Polizei in Wien aus dem Verkehr gezogen worden, berichtete die "Kronen Zeitung".

Für zehn Monate sei der Noch-Landtagsabgeordnete seinen Führerschein los, wird dieser in der Zeitung zitiert. Die Höhe der Verwaltungsstrafe sei noch offen. Auf die Frage, warum er wieder betrunken ein Auto gelenkt habe, meinte der Jungpolitiker, dass er nach einer durchzechten Nacht und einem Streit mit der Freundin aus deren Wohnung geflogen sei. Dann sei er mit dem Wagen losgefahren. Kurz darauf geriet er in eine Polizeikontrolle.

Die ÖVP wird Konsequenzen ziehen

"Der mittlerweile zweite Vorfall von Trunkenheit am Steuer sei "nicht nur unverantwortlich, sondern auch inakzeptabel", erklärte Stelzer. Daher werde die ÖVP die notwendigen Konsequenzen ziehen. Offenbar habe Weilbuchner aus Fehlern nicht gelernt. "Ich finde es daher schade, dass er seine zweite Chance nicht genützt hat, denn er hat seine Aufgabe als Abgeordneter sehr engagiert wahrgenommen", sagte der Landeshauptmann.

Bereits im Herbst 2015 war Weilbuchner nach der Feier des Wahlsieges bei den Landtagswahlen auf dem Heimweg in Linz mit 1,64 Promille erwischt worden und hatte seine Fahrerlaubnis für vier Monate los. Die Alk-Fahrt hatte auch politische Konsequenzen für die Nachwuchshoffnung der ÖVP. Obwohl der Innviertler mit satten 2.126 Vorzugsstimmen den Einzug in den Landtag theoretisch geschafft hatte, kam es nicht dazu. Er musste vorerst auf sein Mandat verzichten, erst heuer im Jänner - nach der Pensionierung von Franz Weinberger - zog er in den Landtag ein. Jetzt wird er schon wieder Abschied nehmen.

"Nach meinem persönlichen Fehler 2015 habe ich mir geschworen, nie mehr alkoholisiert ein Auto zu steuern. Durch eine Verkettung unglücklicher Umstände ist es am 25. November 2018 doch wieder passiert. Diese persönliche Unsolidität soll einer erfolgreichen OÖVP nicht im Wege stehen", teilte er schriftlich in der Pressaussendung mit. Daher werde er bei der nächsten Landtagssitzung am 31. Jänner 2019 zurücktreten. Seine Nachfolge soll im Lauf der kommenden Woche im Landesparteivorstand geregelt werden.