Webster University
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Wien. (ett) Er arbeitet am noch ausständigen Historikerbericht über die FPÖ-Vergangenheit mit, nun wird er federführend für den Blick in die Zukunft sein. Thomas Grischany, Professor für Geschichte an der privaten Webster Universität in Wien, wird im Bundesministerium für den öffentlichen Dienst von Vizekanzler FPÖ-Obmann Heinz-Christian Strache die Plattform "Denkwerk - zukunftsreich" leiten. Damit richtet der FPÖ-Chef wie zuvor Bundeskanzler ÖVP-Obmann Sebastian Kurz einen Think tank ein.

Der Bezug zur Bundeshymne mit dem Wort zukunftsreich ist bewusst gewählt. Die Basis für die neue freiheitliche Denkfabrik, die neben der FPÖ-Parteiakademie besteht, wird mit der Novelle des Beamtendienstrechts im Herbst 2018 geschaffen. Die neue Plattform soll dafür sorgen, "dass unsere Heimat auch in Zukunft erfolgreich bleibt", sagte Strache. Sie diene dem Dialog mit den Bürgern, "das hat nichts mit Parteipolitik zu tun".

Der Posten für Grischany wird zwar in Straches Ressort eingerichtet, es werde aber keine zusätzliche Planstelle sein, erklärte er. Das bedeutet: für den Steuerzahler sollen damit keine Zusatzkosten anfallen. Grischany werde von ausgewiesenen, ehrenamtlich tätigen Experten unterstützt, die von der FPÖ besetzten Ministerien sollen mit Studien zuarbeiten.

Die Pressekonferenz zur Vorstellung am Dienstagvormittag war ungewöhnlich. Stehpult und Mikrofon neben Strache blieben leer, was dieser aber als üblich darstellte. Ganz so dürfte die Präsentation allerdings doch nicht geplant gewesen sein. Denn unmittelbar vor dem Auftritt raunte man sich in Straches Ministerium den Namen eines anderen Experten zu, der aber beim Pressetermin nicht dabei sein sollte.