Wien. Die "FridayForFuture"-Bewegung hat die Kandidaten zur EU-Wahl am Freitag am Wiener Heldenplatz zu einer "Klimaprüfung" eingeladen. Oberflächlich gesehen war die Einigkeit groß: Sämtliche erschienenen Vertreter sprachen sich etwa für eine CO2-Steuer aus oder dafür, dass die Erreichung des 1,5-Ziels "oberste Priorität" haben sollte.

SPÖ, Grüne und Europa Jetzt schickten mit Andreas Schieder, Werner Kogler und Johannes Voggenhuber ihre Spitzenkandidaten zur Prüfung unter freien Himmel. Für die ÖVP kam Reinhold Lopatka, die Neos waren mit Karin Feldinger vertreten. Die FPÖ blieb der Veranstaltung fern, dafür kam Luis Barbado von der KPÖplus. Die Kandidaten konnten zuerst via grüner und roter Karte ihre Zustimmung beziehungsweise Ablehnung zu Überschriften wie "Brauchen wir eine CO2-Steuer" ausdrücken, wobei sich die Vertreter dabei - bis auf ein wenig Widerspruch von Lopatka - sehr einig pro Umwelt zeigten.

Dies kritisierten dann Kogler und Voggenhuber, die die jungen Leute dazu aufriefen, sich nicht nur die Plakate, sondern auch das tatsächliche Wahlverhalten der Parteien anzusehen. Dies hatten die Organisatoren im Vorfeld auch getan: Laut ihrer Recherche stimmten die Grünen im Parlament am häufigsten in ihrem Sinne gefolgt von SPÖ, Neos, FPÖ und ÖVP.

Vor der Veranstaltung betonten die Organisatoren, dass die "FridayForFuture"-Bewegung zwar eine politische, aber keinen parteipolitische Gruppe sei. "Wir lassen uns von niemanden vereinnahmen", betonten sie. Am kommenden Freitag finde zudem ein weltweiter Schülerprotest statt, an dem auch junge Leute in Österreich teilnehmen werden. Treffpunkt ist 9.00 Uhr am Wiener Heldenplatz. (apa)