Der Ibiza-Skandal stürzt Österreich in eine Regierungskrise. Im Folgenden eine Übersicht der bisherigen Ereignisse:

Was bisher geschah

Deutsche Medien haben am 17. Mai 2019 um 18 Uhr ein Video veröffentlicht, das Heinz-Christian Strache belastet. In den laut "Spiegel" und "SZ" vor der Nationalratswahl 2017 auf Ibiza gefilmten Aufnahmen erklärt Strache einer vermeintlichen Nichte eines russischen Oligarchen, wie sie verdeckte Parteispenden an die FPÖ schleusen könnte. Die junge Frau gab bekannt, dass sie eine Viertelmilliarde Euro in Österreich investieren wolle.

 Eine Szene aus dem belastenden "Ibiza - Video". - © APAweb/HARALD SCHNEIDER
 Eine Szene aus dem belastenden "Ibiza - Video". - © APAweb/HARALD SCHNEIDER

Was ist in dem Video zu sehen?

In dem mehr als sechs Stunden dauernden Video sind Heinz-Christian Strache und Johann Gudenus im Gespräch mit einer vermeintlichen russischen Oligarchin zu sehen. Insgesamt soll das Treffen im Juli 2017 mehr als sechs Stunden gedauert haben.Die Aufnahmen entstanden in einer von Unbekannten eigens vom 22. bis 25. Juli 2017 angemieteten Villa auf der spanischen Insel Ibiza.

Herkunft der Aufzeichnung

Es ist bisher noch nicht bekannt, wer hinter den Aufnahmen steht, wer den Kontakt zu Gudenus und über ihn zu Strache herstellte, sowie wer die vermeintliche Nichte eines Oligarchen und ihren Begleiter darstellte. Dennoch haben sich mehrere Vermutungen aufgetan, die bisher von allen dementiert wurden. Die Journalisten, die das Video veröffentlichten, berufen sich auf den Quellenschutz. Vor der Veröffentlichung wurde das Material auf Echtheit überprüft.

Inhalte des Videos

Vizekanzler Heinz-Christian Strache hat der Frau, die angeboten habe, bei der "Kronen Zeitung" einzusteigen und Strache danach zu unterstützen, für den Fall einer Regierungsbeteiligung Staatsaufträge angeboten haben.

Als Spender im Wahlkampf 2017 nennt Strache unter anderem den Waffenfabrikanten Gaston Glock, die Milliardärin Heidi Goess-Horten, den Unternehmer Rene Benko sowie den Glücksspielkonzern Novomatic. Alle vier bestreiten dem Bericht zufolge, tatsächlich gespendet zu haben. Auch Strache und FP-Klubchef Johann Gudenus, der im Video als Übersetzer für die Russin fungiert, erklärten laut "Spiegel" und "SZ" , die Spenden seien nie eingegangen.

Außerdem stellt Strache die Privatisierung der österreichischen Wasserversorgung auf der Couch in Ibiza in Aussicht. Die Medienlandschaft in Österreich
wolle er nach ungarischem Vorbild kontrollieren. Den ORF in Teilen
privatisieren.