Wiener Neustadt. Die Heeres-Sicherheitsschule in Wiener Neustadt wird ihren Betrieb wie ursprünglich geplant mit September aufnehmen. Das bestätigte Verteidigungsminister Thomas Starlinger am Freitag in einer Aussendung nach einem Gespräch mit den Wehrsprechern von ÖVP, SPÖ, FPÖ und Neos.

Weiters sei vereinbart worden, dass ein etwaiger Neubau und der laufende Betrieb im Vollausbau das Budget des Bundesheeres nicht belasten dürften. Es sei ein gemeinsamer Entschließungsantrag der Parteien im Nationalrat geplant. In der kommenden Woche lädt Starlinger die Eltern und die 53 Schüler ins Ministerium, um sie persönlich über die neue Entwicklung zu informieren, hieß es.


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Aus für Sicherheitsschule in Wiener Neustadt

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Noch vor wenigen Tagen war das Aus für die geplante Sicherheitsschule, ein gemeinsames Projekt des Verteidigungs- und des Bildungsministeriums, aufgrund fehlender Finanzmittel verkündet worden.  Starlinger war deshalb scharf kritisiert worden. ÖVP, SPÖ und Freiheitliche sprachen sich in einem Entschließungsantrag dafür aus, das gestoppte Projekt Sicherheitsschule Wiener Neustadt weiterzuführen.

Das ÖVP-geführte Finanzministerium hatte schon Ende April schwere Bedenken zu den Plänen für das 30 Millionen teure Projekt des ehemaligen Verteidigungsministers Mario Kunasek (FPÖ) angemeldet.

Bürgermeister Schneeberger erfreut

Der Bürgermeister von Wiener Neustadt, Klaus Schneeberger (ÖVP), zeigte sich erfreut über den Erhalt der Sicherheitsschule. "Das ist eine sehr positive Meldung für die Bildungslandschaft in der Stadt. Schön, dass sich der Einsatz von Eltern, Jugendlichen und gewählten Mandataren ausgezahlt und für ein Umdenken beim Verteidigungsminister gesorgt hat", so der Stadtchef.

Bundeskanzlerin Brigitte Bierlein begrüßte, dass der konstruktive Dialog zwischen dem Verteidigungsminister und den Wehrsprechern zur einer Vereinbarung geführt hat und dieser Dialog weitergeführt wird. (apa)