Auch darüber wird die Basis der Wiener Grünen am Samstag (mit)entscheiden. Unter den 29 Bewerbern findet sich in Lukas Hammer zwar ein Umweltaktivist (Greenpeace), ansonsten sind die Hauptthemen der Kandidatinnen und Kandidaten meist eher in den Bereichen Menschenrechte, Bildung und Soziales angesiedelt, also ähnlich wie in den Jahren zuvor. Es wird zwar auch von der Reihung abhängen, aber es ist jedenfalls anzunehmen, dass die Wiener Landesgruppe weiterhin inhaltlich von der ÖVP weiter entfernt bleibt als andere Landesgruppen.

Geht sich eine Zusammenarbeit aber rechnerisch aus, wäre die Situation in jedem Fall eine andere als 2002. Damals war es unmöglich, dass Grün und Schwarz auf Bundesebene miteinander koalieren. Diesmal wäre es zwar einerseits ebenso unmöglich und undenkbar. Andererseits: Es wäre wohl auch unmöglich, es nicht zu wagen. Für beide. Und vielleicht auch, weil in der Hofburg mittlerweile jener Mann sitzt, der dieser Verbindung vor nunmehr 17 Jahren "Charme" attestierte.