Kandidaten wie Lucas Hammer von Greenpeace stünden für den Versuch, die Grünen in Richtung "Umweltschutz kombiniert mit sozialer Gerechtigkeit" auszurichten. "Damit wir darüber reden, wie wir Umwelt und Wirtschaft unter einen Hut bekommen und welche Chancen es hier für Betriebe gibt", sagt Kogler. "Da wird der Konzern plötzlich nicht zum Feind, sondern zum Partner."

Immerhin kommt der Parteichef aus der Umweltecke. Kogler arbeitete während seines Volkswirtschaftsstudiums an Forschungsprojekten zum Thema Umweltökonomie mit. Die Volkswirte bei den Grünen seien immer ökologisch unterwegs gewesen, sagt Kogler. Grüne wie die Vorarlberger Spitzenkandidatin und Volkswirtin Nina Tomaselli, die im Ländle gegen die Flächenbetonierung kämpft. Die grünen Kandidaten seien nicht so klar einordenbar. "Ich merk’s ja bei mir selbst", sagt Kogler. Früher hätte sich der Umweltökonom mit Finanzen, Banken und Aufdeckungen beschäftigt. "Jetzt mache ich selbst viel mehr in Richtung Umwelt." Den Kurswechsel könne man an ihm beobachten.