Bei den Lkw sind Uraltfahrzeuge im Einsatz

Einige Anschaffungen sind im Laufen und wurden von den Amtsvorgängern schon öffentlich vorgestellt. Dazu zählen 32 Universalgeländefahrzeuge, 34 Pandur-Mannschaftstransportpanzer und 13 Tanklöschfahrzeuge für die Fliegerhorste, drei gepanzerte schwere Bergefahrzeuge für die EU-Battle-Group, neue Sturmgewehre und vor allem auch insgesamt 180 geländegängige Lkw.

Gerade bei den Lastkraftwagen zeigen sich Defizite. Teils sind die Fahrzeuge bereits 40 Jahre alt. Im Herbst soll es daher auch Gespräche des Verteidigungsministers mit Finanzminister Eduard Müller geben, bei deinen über einen Vertrag zum Kauf von 150 Lkw verhandelt wird.

Zwischen Sein und Schein, zwischen Sonntagsreden und Heeresalltag, liegen, wenn es um Geld für Österreichs Armee geht, Welten. Im anlaufenden Wahlkampf ist die Landesverteidigung neben dem Hype um Versprechungen zum Klimawandel und für eine Extraerhöhung niedriger und mittlerer Pensionen ganz in den Schützengraben gedrängt.

Die ÖVP hat ihre Pläne aus der türkis-blauen Regierungszeit bekräftigt. In Zukunft soll auch Teiltauglichkeit bei der Wehrpflicht möglich sein, wie ÖVP-Klubobmann August Wöginger vorgeschlagen hat. Ziel ist, damit mehr junge Männer für den Präsenz- oder Zivildienst zu rekrutieren.

Die SPÖ hat sich mit Parteichefin Pamela Rendi-Wagner zwar für den Entschließungsantrag im Hohen Haus eingesetzt. Im 60-seitigen SPÖ-Wahlproramm spielt das Heer aber eine völlig untergeordnete Rolle. Sieht man vom Bekenntnis zur stärkeren Nutzung der Neutralität für Vermittlerzwecke ab, wird unter "Sicherheit ist eine öffentliche Aufgabe" nur angeführt: "Auf der anderen Seite ist das österreichische Bundesheer dazu berufen, das Bundesgebiet vor Gefahren von außen wirksam zu schützen." Ob das Heer das noch kann, wird Starlinges Zustandsbericht zeigen.