Wien. Sondierungsgespräche - ja. Aber Koalitionsverhandlungen oder gar ein Abschluss mit der ÖVP - da ist der Spitzenkandidat der Grünen für die Nationalratswahl ganz und gar skeptisch.

Kogler hat in der ORF-Pressestunde am Sonntag bekräftigt, nach der Wahl Sondierungsgespräche mit der ÖVP führen zu wollen. Dass es dann zu Verhandlungen oder sogar einem Abschluss kommen könnte, hält er aber für "ziemlich unwahrscheinlich", sagte er. Dass bereits Gespräche stattfinden, bestritt Kogler.

Eine Dreierkoalition ist für Kogler besonders unwahrscheinlich, da diese in Österreich "ganz wenig Tradition" habe und die Schnittmengen in so einem Fall "noch geringer werden". Thema war auch der mutmaßliche Hackerangriff auf die ÖVP. Die Reaktion der ÖVP sei der "Versuch einer Abschirmung und Immunisierung, gleichzeitig inszeniert man sich als Opfer", meinte Kogler.

Flüge zugunsten der Bahn reduzieren

Angesprochen auf das Wahlkampfthema Nummer Eins der Grünen, den Klimaschutz, warb er unter anderem für eine ökosoziale Steuerreform. Eine CO2-Steuer hätte in diesem Konzept keine Auswirkungen auf Menschen mit kleinen Einkommen versicherte er. Auch Flugreisen will er nicht komplett verhindern: "Es werden die Flüge nicht abgedreht. Unser Ziel ist, dass bei den Binnenflügen, Kurz- und Mittelstreckenflügen weniger geflogen wird", sagte Kogler. Er wolle das "perverse System" ändern, dass diejenigen, mit dem Zug fahren, oft sehr viel mehr bezahlen als jene, die fliegen. Die Heeresflugshow Airpower, die am Wochenende in Zeltweg stattfand, will er nicht verbieten, aber er die öffentlichen Förderungen dafür kürzen. (apa)