Wien. Am Mittwoch könnte im Nationalrat der Klimanotstand ausgerufen werden - ÖVP, SPÖ, Neos und Jetzt fordern in ihrem gemeinsamen Entschließungsantrag die Bundesregierung auf, damit die Eindämmung der Klima- und Umweltkrise und ihrer Folgen als Aufgabe höchster Priorität anzuerkennen. Die Aktivisten von "Fridays for Future" planen am Freitag den Höhepunkt der internationalen Klimaschutzwoche "Week for Future": eine Großdemonstration in Wien.

Die Bildungsdirektion für Wien hat die Kundgebung für alle Schulen in der Bundeshauptstadt zur schulbezogenen Veranstaltung erklärt. Damit können Schüler automatisch im Rahmen des Unterrichts an der Demo teilnehmen. Voraussetzung ist allerdings die Beaufsichtigung durch Lehrer, hieß es gegenüber der APA.

Ministerin: Teilnahme mit Unterricht verknüpfen

Eigentlich müssen schulbezogene Veranstaltungen im jeweiligen Schulgemeinschaftsausschuss oder Schulforum beschlossen werden. Sind mehrere Schulen betroffen, kann dies aber auch die jeweilige Bildungsdirektion für alle tun. Die Teilnahme für die Schüler ist jeweils freiwillig - sie müssen sich dafür anmelden.

Einfach so dürfen Schulen ihre Schüler und Lehrer aber nicht zur Demo schicken, hat Bildungsministerin Iris Rauskala in einem Erlass festgehalten. Die Teilnahme muss mit dem Unterricht verknüpft werden, also etwa durch die Behandlung von Klimaschutz oder demokratischer Partizipation im Vorfeld beziehungsweise in der Nachbereitung.

Gegenwärtig stehen über 65 Organisationen hinter dem Streik. "Er wird etwa von Amnesty International unterstützt, da die Klimakrise auch die Menschenrechte bedroht", erläuterte eine der "Fridays for Future"-Aktivistinnen bei einer Pressekonferenz am Dienstag. Auch Vertreter von Glaubensgemeinschaften streiken am Freitag für das Klima.