Wien. "Fridays for Future" wird heute besonders sichtbar. Zum Abschluss der internationalen Klimastreikwoche sind diesen Freitag weltweit sogenannte "Earth Strike"-Demonstrationen geplant, ab Mittag auch in Österreich. Dabei werden tausende Jugendliche erwartet – darunter sind auch die beiden 14-jährigen Schülerinnen eines Oberstufenrealgymnasiums, Emmelie und Corinna, letztere Tochter einer Redakteurin der "Wiener Zeitung". Die beiden erklären im Interview, warum sie heute in Wien wieder bei einer Demo gegen die Klimakrise dabei sind.

Wiener Zeitung: Warum geht ihr heute zur Demo gegen die Klimakrise?

Corinna: Weil mir die Umwelt sehr viel bedeutet und ich auch sehr viel Wert darauf lege, dass meine Familie auch in Zukunft eine schöne Welt hat. Ich will nicht, dass alles im Chaos endet, dass zum Beispiel Kinder bedrohte Tiere gar nicht mehr kennen, weil sie dann ausgestorben sind.

Emmelie: Weil mir die Zukunft genauso wie das Thema Bildung sehr wichtig ist. Ich möchte, dass meine Familie und ich auch später ein schönes Leben führen können. Ich will, dass die Menschheit  kapiert, was gerade passiert mit der Welt, dass sie die Schäden der Klimakrise auch endlich sehen.

Was belastet dich an der Klimakrise am meisten?

Emmelie: Ich befürchte viele Waldbrände, dass wir Menschen gar nicht mit dem Aufforsten nachkommen. Auch die Tiere leiden unter  solchen Naturkatastrophen.

Corinna: Der Meeresspiegel steigt und die Polkappen schmelzen, es wäre gut, wenn das künftig nicht mehr so wäre. Obwohl die Menschen das sehen müssten, tut eigentlich keiner etwas dagegen.

Wenn unsere Politik gerade hier wäre: Was soll sie gegen die Klimakrise tun?

Emmelie: Sie soll sich mehr um die Wälder und das Pflanzen von Bäumen kümmern als um den Bau von neuen Industrieanlagen.

Corinna: Dass endlich weniger Plastik hergestellt wird. Es ist doch wirklich unnötig, dass man jedes Obst in ein Extra-Sackerl verpackt, dafür gibt es auch umweltfreundliche Netze, die man wieder verwenden kann. Dass man nicht so viel auf Erdöl setzt und weniger Produkte aus Erdöl herstellt. Und dass sie den öffentlichen Verkehr ausbaut. Wenn es überall in Österreich gute Verbindungen gibt, gibt es die Ausrede 'Da komme ich nur mit dem Auto hin' nicht mehr.