Vorerst keine Reaktion gab es vom Ehepaar Strache auf die FPÖ-Entscheidung, Philippa Strache nicht zu einem Nationalratssitz zu verhelfen. Der Nationalratsabgeordnete Harald Stefan hätte das im Wahlkreis Wien-Süd errungene Direktmandat und nicht jenes auf der Landesliste annehmen müssen. Der FPÖ-Landesparteivorstand Wien sprach sich am Dienstag am späten Nachmittag dafür aus, dass bis zur "Klärung der im Raum befindlichen Vorwürfe keine Zuteilung des Mandates an Philippa Strache stattfindet": "Damit folgen wir auch einer starken Willensbildung des Bundesparteivorstandes."

Am späten Abend erfolgte dann doch eine Reaktion des über den Ibizagate und Spesen-Affäre gestolperten Ex-FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache: Kommentarlos teilte er auf Facebook einen Text der - von Sinoamerikanern gegründeten - Zeitung "epochtimes.de" über die Chancen einer Strache-Partei.

Unter dem Titel "Totgesagte leben länger", ist darin die von einer Umfrage von "Unique Research" für "Heute" die Rede, wonach eine eigene Partei Straches ein Potenzial von 16 Prozent bei Wahlen hätte, "fünf Prozent würden sie sogar sicher wählen". Heinz-Christian Strache "liebäugelte (...) mit der Gründung einer eigenen Partei" wertete ein Autor einer Meldung der Austria Presse Agentur das Reposten des Textes.

"Epoch Times" ist eine mehrsprachige internationale Print- und Online-Zeitung mit Hauptsitz in New York. Gegründet von Sinoamerikanern berichtet sie - mit kritischer Haltung gegenüber der kommunistischen Führung - vor allem über China. (apa/red)