Für die zuletzt ausgerufene SPÖ-Erneuerung ist das Vorarlberg-Ergebnis ernüchternd: Nur fünf Prozent der jüngeren Wähler unter 30 Jahren haben laut Sora für die SPÖ gestimmt. Das war der niedrigste Wert aller im Landtag vertretenen Parteien, die Grünen lagen mit 32 Prozent vor der ÖVP mit 25 Prozent voran.

Steiermarkwahl überschattet die Koalitionssuche

Jedenfalls wird weiter mit einer langwierigen Suche nach einer neuen Bundesregierung gerechnet. Ob der Rückenwind zu einem Aufwind für ein türkis-grünes Bündnis kommt oder im Zuge der Gespräche im Bund abflaut, wird sich zeigen.

Schon die Landtagswahl in der Steiermark am 24. November verläuft unter anderen Voraussetzungen: Die ÖVP, die 2015 nur 28,5 Prozent der Stimmen erhielt, und die SPÖ mit 29,3 Prozent wollen beide Nummer eins in der Steiermark werden. Dass beide Koalitionsparteien wie in Vorarlberg zulegen, scheint wenig realistisch. Damit sich eine schwarz-grüne Partnerschaft ausginge, müssten auch die steirischen Grünen stark zulegen. Sie erzielten 6,7 Prozent.

Bleiben die Freiheitlichen mit Ex-Verteidigungsminister Mario Kunasek an der Parteispitze: Das steirische Ergebnis von 26,8 Prozent von 2015 scheint zwar aktuell kaum realistisch nochmals erreichbar. Eine schwarz-blaue Koalition in der Steiermark ist trotzdem im Bereich des Möglichen. Das würde etwaige schwarz-grüne Verhandlungen im Bund zwar nicht verunmöglichen, es wäre aber eine Belastung.