Wien. Jetzt ist ein Trennstrich gezogen. Nur wenige Stunden nach ihrer Angelobung als fraktionslose Nationalratsabgeordnete wurde Philippa Strache, die Ehefrau von Ex-FPÖ-Obmann Heinz-Christian Strache, von der FPÖ aus der Partei ausgeschlossen. Zuvor war bereits von FPÖ-Landesorganisationen aus Oberösterreich und Kärnten dieser Schritt gefordert worden. Sie war am Mittwoch bereits als "wilde" Abgeordnete ins Hohe Haus eingezogen, weil ihr die Aufnahme in den FPÖ-Klub verweigert worden war.

Die FPÖ hat ihre Entscheidung damit begründet, dass Philippa Strache tags zuvor eine Diffamierungskampagne der Freiheitlichen gegen sie beklagt hatte. In einer knappen Stellungnahme gab die FPÖ bekannt, "dass Frau Strache aufgrund der gestern erfolgten schriftlichen Stellungnahme im Rahmen der Ankündigung der Annahme ihres Mandats, die eindeutig parteischädigenden Charakter hatte, aus der Freiheitlichen Partei ausgeschlossen wurde". Hintergrund ist auch die Spesenaffäre, wegen der Ermittlungen der Justiz laufen.

Zuvor war bekannt geworden, dass Philippa Strache gemäß den FPÖ-Statuten als Nationalratsabgeordnete sonst sogar automatisch Mitglied der FPÖ-Bundesparteileitung gewesen wäre. Bereits Anfang Oktober hatte die FPÖ ihren ehemaligen Obmann Heinz-Christian Strache suspendiert, nachdem dieser erklärt hatte, er wolle seine Mitgliedschaft ruhend stellen.(apa)