Die Islamische Glaubensgemeinschaft in Österreich (IGGÖ) diskutiert intern über die Einführung einer Moschee-Steuer. Das bestätigte Präsident Ümit Vural in der "Tiroler Tageszeitung" (Freitag-Ausgabe). Die Abgabe, die dem Kirchenbeitrag der Katholiken gleichkommt, soll den Imamen finanzielle Sicherheit geben. Vural will die IGGÖ damit "fit für die Zukunft machen", wie er sagte.

"Es fehlt derzeit die Attraktivität des Imam-Berufs", rechtfertigte der IGGÖ-Präsident den Vorstoß für eine "Moschee-Steuer". Menschen, die als Imam arbeiten wollten, würden berufliche Sicherheit benötigen. "Diese Sicherheit könnten wir ihnen bieten, wenn wir die Imame bei der Islamischen Glaubensgemeinschaft beschäftigen und sie ihr Gehalt von uns bekommen."

Derzeit finanziert sich die IGGÖ über Spenden und Mitgliedsbeiträge. (apa)