Die Personalaffäre um die Casinos Austria ruft nun auch den Rechnungshof auf den Plan. Präsidentin Margit Kraker bedauerte am Freitag, dass eine direkte Prüfung der Casinos nicht möglich sei, aber: "Was der Rechnungshof jedoch tun kann, tut er. Darum werden wir in einem ersten Schritt eine Prüfung einleiten, die sich grundsätzlich mit der Entsendung von Aufsichtsräten durch den Bund beschäftigt."

Wann ein Ergebnis vorliegt, lasse sich vor Beginn der Prüfung naturgemäß noch nicht abschätzen, sagte Kraker gegenüber der Austria Presseagentur.

Für die RH-Präsidentin zeigen die jüngsten Berichte über diverse Personalentscheidungen bei Unternehmen, an denen der Staat beteiligt ist, "Handlungsbedarf" auf. Dem Rechnungshof sind hier aber Grenzen gesetzt, weil er nicht prüfen kann, wenn die Beteiligung des Staates unter 50 Prozent liegt. "Die aktuellen Ereignisse zeigen, wie wichtig es ist, das zu ändern und die Prüfkompetenz auszuweiten", erneuerte Kraker die langjährige Forderung des Rechnungshofes. (apa)