Nach den Gerüchten um einen Länderaufstand gegen SPÖ-Bundesparteivorsitzende Pamela Rendi-Wagner und breiten Unmut über die SPÖ-Führung und das Vorgehen bei der geplanten Kündigung von 27 der 102 Mitarbeiter in der Bundespartei kommt jetzt Rückendeckung für sie aus Oberösterreich. SPÖ-Landesparteichefin Birgit Gerstorfer versicherte im Gespräch mit der "Wiener Zeitung": "Ich stehe hundertprozentig hinter der Parteivorsitzenden." Daran ändere sich auch nichts.

Zugleich drängt Gerstorfer darauf, die öffentlich geführte Diskussion um die SPÖ-Parteiführung zu beenden. "Ich will ein Ende der Personaldebatte haben, weil das zu nichts führt." Zu der durch die bevorstehenden Kündigungen angeheizte Debatte räumte sie ein: "Dass die Umstände und die Vorgangsweise unerfreulich sind, no na net."

"Es darf der Partei nicht weiter geschadet werden"

Sie habe aber das Interesse, dass sich die Situation wieder abkühle. "Es darf der Partei nicht weiter geschadet werden", sagte Oberösterreichs SPÖ-Chefin. Das gelte für die Parteivorsitzende genauso wie für die Beschäftigten in der SPÖ-Bundesparteizentrale in der Löwelstraße in Wien.

Von der Kündigung betroffene Mitarbeiter waren im Laufe des Donnerstags via E-Mail von SPÖ-Bundesgeschäftsführer Christian Deutsch und von der Personalabteilung der Bundespartei über die Kündigung informiert und zugleich zu einer Art Bewerbungsgespräch für die kommende Woche eingeladen worden. Diese Vorgangsweise war Wasser auf die Mühlen der SPÖ-internen Kritiker an der Parteiführung gewesen.