Es wird, zumindest vorerst, keine Ausnahmen von Shisha-Bars beim Rauchverbot geben. Der Verfassungsgerichtshof lehnte die Behandlungen von zwei Anträgen von Betreibern von Shisha-Bars, sie hätten keine Aussicht auf Erfolg.

Die Unternehmer hatten damit argumentiert, dass sie nicht mit anderen Lokalen vergleichbar wären, weil man ausschließlich zum Rauchen einer Wasserpfeife eine Shisha-Bar aufsuche. Die bestehende Gesetzeslage sei daher unsachlich und würde damit der Bundesverfassung widersprechen. Der VfGH wies dies jedoch zurück. Für das Höchstgericht ist es sachlich gerechtfertigt, wenn der Gesetzgeber beim Nichtraucherschutz im Rahmen des ihm zukommenden rechtspolitischen Gestaltungsspielraumes sämtliche Gastronomiebetriebe gleich behandelt.

Wörtlich heißt es: "Vor dem Hintergrund der ständigen Rechtsprechung des Verfassungsgerichtshofes [. . .] lässt das Vorbringen des Antrages die behaupteten Verfassungswidrigkeiten als so wenig wahrscheinlich erkennen, dass er keine hinreichende Aussicht auf Erfolg hat." Und weiter: "Der Eingriff in die verfassungsgesetzlich gewährleisteten Rechte auf Freiheit der Erwerbsbetätigung und auf Unversehrtheit des Eigentums ist insofern gerechtfertigt, als damit im öffentlichen Interesse gelegene Ziele - insbesondere der Gesundheitsschutz - verfolgt werden und diese Maßnahmen zur Zielerreichung geeignet und verhältnismäßig sind."