Zehn von zwölf überprüften Kärntner Gemeinden finanzieren mit den eingehobenen Abfallgebühren auch Elektroautos, Sportvereine und Friedhöfe mit. Das stellte der Landesrechnungshof in einem am Donnerstag veröffentlichten Bericht fest. Nach einer Gesetzesnovelle wurden erstmals Gemeinden geprüft. Die Prüfer empfehlen eine Korrektur dieser Praxis.

Weiters sorgte etwa die Staffelung der Abgaben für Kritik, bei größeren Müllbehältern fallen die Kosten pro Liter niedriger aus als bei kleineren. Dies widerspreche dem vorgeschriebenen Prinzip der Abfallvermeidung, so die Prüfer. Unter den insgesamt 71 Empfehlungen finden sich weitere Anregungen, zum Beispiel soll Biomüll flächendeckend getrennt gesammelt werden. Gemeinden ohne eigene Alt-und Problemstoffsammelzentren könnten Kooperationen mit angrenzenden Gemeinden eingehen und deren Infrastruktur mitnutzen bzw. interkommunale Sammelzentren errichten. (apa)