Zwischen der Buwog-Affäre und der Causa Eurofighter könnte es eine Verbindung geben. Wie das Magazin "Dossier" am Donnerstag berichtete, ist ein Liechtensteiner Banker in die Eurofighter- und die Buwog-Affäre verwickelt, stand in engem Austausch mit Ex-Finanzminister Karl-Heinz Grasser und betreute das zentrale Buwog-Konto 400.815.

Der Bankberater Peter B., der im Buwog-Prozess als Zeuge aussagte, hat bei der Hypo Investment Bank Liechtenstein unter anderem das zentrale Konto 400.815, das die Anklage Grasser zurechnet, betreut. Zudem soll er sich um Konten von Briefkastenfirmen von Vector Aerospace, die im Zuge des Eurofighter-Kaufs Geld verteilt hat, gekümmert haben. Ob es einen weiteren Zusammenhang gibt, blieb bis dato offen.

Schweizer Finanzdienstleister soll Zahlungen organisiert haben

Die zuständige Staatsanwaltschaft sieht allerdings keinen Zusammenhang. "Nach entsprechender Prüfung sind derzeit aus dem Ermittlungsakt sowie auch aus den bisher seitens der Staatsanwaltschaft München I übermittelten Dokumenten beziehungsweise aus den Unterlagen aus Liechtenstein die von Ihnen genannten Querverbindungen nicht ersichtlich", wird Oberstaatsanwältin Elisabeth Täubl als Sprecherin der Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA) im "Dossier" zitiert.

Unterdessen wurde ein weiterer Aspekt in der Causa Eurofighter bekannt. Das ist auch deshalb bemerkenswert, weil es zu dieser Causa immerhin schon drei Untersuchungsausschüsse im Nationalrat gegeben hat. Ein anonymer Informant, so berichtet der "Falter", gibt an, dass ein Schweizer Finanzdienstleister Zahlungen im Eurofighter-Umfeld organisiert haben soll. Die frühere BZÖ-Werbeagentur Orange soll 1,5 Millionen Euro erhalten haben, die dann in die Schweiz transferiert wurden. Wieder wird die Briefkastenfirma Vector Aerospace genannt, über die die Bestechungszahlungen gelaufen sein sollen. Im Verteidigungsministerium sieht man den Informanten laut "Presse" als Insider. Es ist von geheimen Tonbandmitschnitten die Rede, in denen auch auf den damaligen Finanzminister Karl-Heinz Grasser verwiesen wird. (apa)