Eine unangenehme Affäre hat Konsequenzen. Nachdem vor knapp drei Wochen auf dem Rücksitz des Porsches von Tirols SPÖ-Chef Georg Dornauer sein geladenes Jagdgewehr sichergestellt worden ist, wurde nun ein unbefristetes Waffenverbot über Dornauer verhängt. Dass ein Bescheid der Bezirkshauptmannschaft erging, bestätigte sein Anwalt Matthias Kapferer gegenüber der APA.

"Es wurde ein Waffenverbot für unbestimmte Zeit verhängt. Ich nehme diese Entscheidung so zur Kenntnis", schrieb Dornauer dazu in einer Stellungnahme auf Facebook. "Wenn diese offenkundig generalpräventive, vorläufig besonders strenge Maßnahme eine Bewusstseinsbildung bei allen Jagdkolleginnen bewirkt, dann ist dies positiv zu werten", meinte der Tiroler SPÖ-Chef außerdem.

Konsequenz ist Verlust der Tiroler Jagdkarte

Anwalt Kapferer kündigte weiters an, dass sich Dornauer überlegen werde, "was er gegen den Bescheid tut". Er habe noch die Möglichkeit, rechtlich dagegen vorzugehen. Mit dem Waffenverbot ist auch der Verlust der Tiroler Jagdkarte und der Einzug der Waffe verknüpft.

Im November hatte die Polizei in der Garage des Flughafen Innsbruck das geladene Jagdgewehr auf dem Rücksitz des Autos von Dornauer sichergestellt. Die hintere Fensterscheibe war währenddessen geöffnet. Dornauer war mit dem Flugzeug zu seinem Parteikollegen Hans Peter Doskozil (SPÖ) ins Burgenland geflogen. (apa)