Die aus den neun Gebietskrankenkassen (GKK) entstehende Österreichische Gesundheitskasse (ÖGK) will am 1. Jänner mit harmonisierten Leistungen für die Versicherten starten. Beamte, Bauern und Selbständige sind davon nicht betroffen. Im Überleitungsausschuss, bei dem auch die Krankenordnung mit der Wirtschaftsforderung nach Verschärfungen bei Krankenständen auf der Tagesordnung steht, sollen am Dienstag Satzungen mit einheitlichen Leistungen beschlossen werden. Davon abgesehen ändert sich für die Versicherten praktisch nichts - für den Wechsel von ihrer GKK zur ÖGK müssen sie nichts tun. Auch die E-Card bleibt gültig. Alle Servicestellen der Gebietskrankenkassen bleiben erhalten, sie bekommen nur neue Logos und einen neuen Namen: "Mein Gesundheitszentrum" mit dem Zusatz der jeweiligen Stadt oder Gemeinde soll die Versicherten künftig persönlich betreuen.

In den Satzungen ist u. a. festgeschrieben, welche Leistungen wofür gewährt werden. Zahlreiche Leistungen, die bisher noch nicht harmonisiert waren, werden zum Besseren vereinheitlicht. Die Kosten dafür sollen insgesamt an die 20 Millionen Euro betragen.

Konkret sollen damit in ganz Österreich für Krankentransporte keine Selbstbehalte mehr verrechnet werden. Solche gibt es derzeit noch in mehreren Bundesländern. Für die Auszahlung des Krankengeldes ist eine einheitliche Höchstdauer bis zu 78 Wochen vorgesehen. Bisher waren in sieben GKK nur 52 Wochen Maximalbezugsdauer vorgesehen. Der Maximalbetrag für Heilbehelfe und Hilfsmittel wird einheitlich auf 1342 Euro und für Rollstühle, Prothesen auf 3580 Euro angehoben.

Abgeschafft wird der Eigenkostenanteil bei orthopädischen Maßschuhen für Kinder, für Erwachsene ist eine Senkung des Selbstbehalts vorgesehen. Verbesserungen sind auch im Bereich Zahnersatz, Kieferorthopädie und Zahnbehandlung geplant.

Bei der Krankenordnung geht es nicht nur um die Krankenstände, sondern auch darum, dass die Bewilligungen für CT- und MRT-Untersuchungen für zwei Jahre ausgesetzt werden sollen. Danach soll eine Evaluierung stattfinden. Außerdem soll die Bürokratie für die Vertragspartner erleichtert werden.