In der Steiermark haben sich 22 Tage nach der Landtagswahl ÖVP und SPÖ auf eine Wiederauflage der Großen Koalition geeinigt. Die Koalition wird von Wahlsieger und Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer (ÖVP) angeführt, Landeshauptmannstellvertreter wird Finanzlandesrat Anton Lang (SPÖ). Neu in der Regierung ist Ex-Ministerin Juliane Bogner-Strauß.

"Es wird eine arbeitsreiche Legislaturperiode, die vor uns liegt", so Schützenhöfer. "Besondere Herausforderungen stehen bevor. Wir müssen wegen diesen auch für die Zukunft gerüstet sein, um das Bestmögliche für die Steiermark herauszuholen. Das ist wichtig, weil wir leben in einer Zeit der globalen und regionalen Veränderungen. Manche kommen von heute auf morgen, andere schleichend. Veränderung aktiv zu gestalten ist wichtig."

Die neue steirische Landesregierung gab Montagmittag die Ressort-Zuständigkeiten bekannt. Die SPÖ behielt ihre Ressorts Finanzen (Anton Lang) und Soziales (Doris Kampus) und bekommt das neue eigene Ressort Umwelt und Klimaschutz (Ursula Lackner). Ex-Ministerin Juliane Bogner-Strauß kehrt in die Steiermark zurück, sie übernimmt von Christopher Drexler die Agenda Gesundheit und von SPÖ-Lackner die Bildung.

22 Tage nach Landtagswahl steht Regierung in der Steiermark

Die Wirtschaftslandesrätin Barbara Eibinger-Miedl ist weiterhin auch für Tourismus, Digitalisierung, Wissenschaft und Forschung zuständig. Drexler erhält von Schützenhöfer die Agenda Volkskultur. Weiterhin zuständig ist er für Kultur und Sport, auch Europaagenden.

Der langjährige Land- und Forstwirtschaftslandesrat Johann Seitinger bleibt für seine Themen zuständig. Zusätzlich ressortieren bei ihm Wohnbau, Wasserwirtschaft, Veterinär, Abfallwirtschaft, Nachhaltige Initiativen, Landschaftsschulbetriebe, Landesforste und landwirtschaftliches Versuchs- und Forschungswesen.

Die steirische Opposition aus FPÖ, Grünen und KPÖ fand wenig Lobenswertes an Regierungsbildung und Programm. "Postenschacher und Proporz statt Klimaschutz, regieren wie aus einer anderen Zeit", so die Grüne Sandra Krautwaschl. FPÖ-Klubchef Mario Kunasek sah SPÖ und ÖVP "zwischen Selbstaufgabe und Machterhalt". Die KPÖ befürchtet einen "Zusperrkurs bei Spitälern".(apa)