Dass man seit 1. November in Lokalen nicht mehr rauchen darf, hat der Gesetzgeber ohne Ausnahme klar gestellt. Umgehungen sind nicht mehr möglich. Aber wie ist das vor den Lokalen? Da herrschte bisher eine gewisse Unklarheit.

Hintergrund ist, dass einige Lokalbetreiber ihren Gästen überdachte Bereiche zur Verfügung stellten, damit die Raucher nicht im Regen stehen müssen. Auch Winter-Schanigärten sind entstanden, schließlich darf laut Gesetz auf "Freiflächen" der Lokale geraucht werden. Erst jetzt präzisierte aber das Gesundheitsministerien, wie diese Freiflächen zu definieren sind.

Überdachungen müssen an den Seiten zur Hälfte offen sein

Laut Informationsschreiben des Ministeriums sind Freiflächen "nach oben hin überdeckte Bereiche, deren seitliche Flächen zur Hälfte oder weniger von Wänden oder wandähnlichen Konstruktionen umschlossen sind". Ein Zelt vor dem Lokal ist demnach keine solche "Freifläche", es sei denn, es ist an einer Längs- und einer Breitseite offen. Das Gesundheitsministerium verweist darauf, dass die Definition mit den Ländern und der Wirtschaftskammer akkordiert worden sei.

Die Wirtschaftskammer freute sich auch am Montag, dass die "dringend notwendige Rechtssicherheit" nun hergestellt worden sei und es gleichzeitig nun einen "österreichweit einheitlichen Vollzug des generellen Rauchverbotes in der Gastronomie" gebe, so Gastronomie-Obmann Mario Pulker per Aussendung.