Im niederösterreichischen Restmüll mit einer Gesamtmenge von 232.000 Tonnen befinden sich jährlich rund 63.800 Tonnen an Bioabfall. Zudem zeigte eine Analyse, dass 26.400 Tonnen an Kunststoffen, 9.900 Tonnen an Glas oder 6.600 Tonnen an Metallen in Restmüllbehältern entsorgt werden. Die Landespolitik und der Verein "die NÖ Umweltverbände" sehen beim Recycling noch "Potenzial".

"Insbesondere ist der hohe Anteil an Bioabfällen im Restmüll zu nennen. Die rund 28 Prozent, die in den Tonnen landen, wären in der Biotonne besser aufgehoben", betonten Landeshauptmann-Stellvertreter Stephan Pernkopf (ÖVP) und Landtagsabgeordneter Anton Kasser (ÖVP), Präsident der "NÖ Umweltverbände", am Freitag in einer Aussendung. Jährlich würden Wertstoffe im Ausmaß von über drei Millionen Euro im Restmüll landen, welche anschließend auch noch teuer entsorgt werden müssten, ergänzte Pernkopf.

"Kompostieren ist gelebter Klimaschutz"

Durch die richtige Entsorgung von Bioabfall und die anschließende Kompostierung werde CO2 als Kohlenstoff im Boden gebunden. "Kompostieren ist praktisch gelebter Klimaschutz und ein Paradebeispiel für eine Kreislaufwirtschaft", sagte Kasser. Des weiteren spare der Einsatz von recycelten Aluminium oder Stahl bei der Produktion über 80 Prozent der klimarelevanten Emissionen. In Niederösterreich werden jährlich über 26.000 Tonnen Metalle aus Haushalten getrennt gesammelt und der Wiederverwertung zugeführt. Das entspreche einer CO2-Einsparung, wie 35.000 Autos von der Straße zu nehmen. Insgesamt würden im gesamten Bundesland 62 Prozent Hausmülls einer Wiederverwertung zugeführt, postulierten Pernkopf und Kasser. (apa)