Kommenden Sonntag wird im Burgenland und in Niederöstereich gewählt. Diese Urnengänge gelten auch als erster Stimmungstest für die neue türkis-grüne Bundesregierung. Laut Meinungsforschern dürfte sich das Muster des Jahres 2019 nicht wiederholt - wo ÖVP und Grüne ständig Triumphe feierten, während die SPÖ ein Debakel nach dem anderen erlebte und die FPÖ massiv unter Ibizagate und Spesenaffäre litt.

SPÖ hoffe auf Plus im Burgenland

Die SPÖ kann nach einer langen Serie von Einbußen auf ein - zumindest leichtes - Plus hoffen. Und die FPÖ dürfte zwar etwas verlieren, aber nicht wieder - wie bei Nationalrats-, Vorarlberg-und Steiermark-Wahl - mit einem Minus von zehn Prozentpunkten abgestraft werden. Dafür werden die Zuwächse von ÖVP und Grünen wohl etwas schwächer ausfallen, prognostizieren Meinungsforscher. Große veröffentlichte Umfragen gab es für diesen Urnengang nicht.

Vorerst einmal werben die sechs antretenden Parteien noch intensiv um die Stimmen der 250.181 wahlberechtigten Burgenländer. SPÖ, ÖVP, FPÖ, Grüne, NEOS und LBL mobilisieren im Wahlkampffinish nochmals alle Reserven. Freitag und Samstag finden dann die Schlussveranstaltungen statt - mit unterschiedlicher Ausrichtung. Grüne, NEOS und das Bündnis Liste Burgenland setzen weniger auf Großevents als auf alternative Formen.

Die SPÖ begeht ihren Wahlkampfabschluss zunächst sportlich. Am Freitagvormittag wird Landeshauptmann Hans Peter Doskozil (SPÖ) das Wahlkampffinale bei der "Burgenland Extrem Tour" in Neusiedl am See einläuten. Er wird bei der Extrem-Wanderung mit einem eigenen SPÖ-Team an den Start gehen. Am Abend steigt die offizielle Abschlussveranstaltung im Fürstenkeller in Rohrbach (Bezirk Mattersburg).

Staatstragend präsentiert sich die ÖVP: Am Samstag findet in Eisenstadt vor dem Landhaus von 10.00 bis 11.00 Uhr die Schlusskundgebung mit Bundeskanzler Sebastian Kurz und Spitzenkandidat Thomas Steiner statt. Geplant sind im Finish auch flächendeckende Hausbesuche und eine Last Minute Action.

Die Freiheitlichen beenden ihren Wahlkampf offiziell am Freitagabend mit einer Veranstaltung in einem Gasthaus in Loipersbach, der Heimatgemeinde ihres Spitzenkandidaten Johann Tschürtz. Der Wahlkampfabschluss sei speziell auf das Burgenland abgestimmt. "Wir wollen zeigen, dass wir im Burgenland gut gearbeitet haben", so Tschürtz.