Spitzenkandidat Hans-Peter Doskozil war für den Großteil der SPÖ-Wähler der Hauptgrund, die Partei zu wählen. Konkret waren es 37 Prozent, die bei der Wahltagsbefragung des Meinungsforschungsinstituts Sora für den ORF zur Landtagswahl den Landeshauptmann als Grund für ihre Stimme für die SPÖ nannten. Inhaltliche Standpunkte wie Gesundheit, Pflege, Umwelt- und Klimaschutz, die sozialdemokratische Wählerinnen und Wähler davor sehr häufig diskutiert haben, waren bei der Wahl letztlich nur für zwölf Prozent entscheidend. Je zehn Prozent nannten die bisherige Arbeit der Partei oder dass sich diese um ihre Anliegen kümmert als Wahlmotiv. Genauso viele gaben an, dass sie die SPÖ schon immer gewählt haben.

Bei der Sora für den ORF-Wahltagsbefragung wurden 1.213 repräsentativ ausgewählte Wahlberechtigte befragt. Diese gaben jeweils die Partei, die sie wählen und ihr wichtigstes Wahlmotiv bekannt.

ÖVP-, FPÖ- und Grün-Wähler wollten ihre Partei in Regierung sehen

Bei den anderen Parteien war der Spitzenkandidat kein gewichtiger Grund für die Entscheidung an der Urne. Von jenen, die der ÖVP ihre Stimme gaben, sagten elf Prozent das sie das wegen des Spitzenkandidaten Thomas Steiner gemacht haben. Bei der burgenländischen Volkspartei scheinen bei einem Fünftel die inhaltlichen Standpunkte der ÖVP wahlentscheidend gewesen zu sein, zumindest gaben das 21 Prozent der von Sora befragten Wählerinnen und Wähler an.

Bei der FPÖ waren die inhaltlichen Standpunkte und die bisherige Arbeit der Partei für je 18 Prozent ausschlaggebende Gründe. 15 Prozent wählten freiheitlich, weil die Partei in der Regierung bleiben solle. Spitzenkandidat Johann Tschürtz nannten nur acht Prozent der FPÖ-Wähler als Hauptmotiv ihrer Wahl. Grünen-Spitzenkandidatin Regina Petrik schafft es überhaupt nicht in das Sora-Ranking der wichtigsten Motive grün zu wählen. Wie im Bund auch spielten auch im Burgenland die inhaltlichen Standpunkte der Partei die größte Rolle für das Kreuzerl bei den Grünen - und zwar bei 42 Prozent. 14 Prozent votierten für die Partei, weil sie wollten, dass sie in die Regierung kommen, zehn, weil sie erwarten, dass die Partei Missstände kontrolliert. (apa)